„Wie helfe ich, wenn andere sterben?“ Erfahrungen einer westlichen Praktizierenden

By Dorothea Reimann 3 Jahren ago

Samstag, 17.09.2016 / 18:00 – 18:45 / Vortrag mit anschließender Diskussion

Karola Schneider


Die Meditation über die Vergänglichkeit ist ein fester Bestandteil der buddhistischen Praxis. Trotzdem bleibt der Tod auch etwas Theoretisches – bis jemand stirbt, der einem nahe steht. Dann kann jeder von uns seine bisherige Praxis überprüfen. Besonders wichtig für Sterbende ist es, die ungelösten Angelegenheiten des Lebens zu bereinigen. Wenn wir in diesem Sinne beraten und unterstützen können, ist das wunderbar.

In Träumen, Nahtoderfahrungen, in ihrer Praxis und bei der Begleitung sterbender Freunde machen Praktizierende erstaunliche Erfahrungen. Diese ermutigen, berühren und machen dankbar. Nach Jahren der buddhistischen Praxis und nachdem ich einige nahe Freunde und Verwandte im Sterben begleitet habe, lautet mein Fazit: Es sind die guten Gewohnheiten, die dem Leben Sinn und Ausrichtung geben. Das überpersönliche Denken, das am Morgen beim Aufwachen gesprochene Bodhisattva-Versprechen, die Fähigkeit zu vertrauen und zu lieben. Das Gute, das im Leben geteilt wird, bleibt als etwas an sich Wahres bestehen.

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